Die Wissenschaft hinter ECHO

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Drei Faktoren haben ECHO zu dem führenden Standard in der professionellen digitalen Lernunterstützung für Unternehmen gemacht:

  1. eine umfassende empirische Forschung durch führende kognitive Psychologen in den Bereichen Lernen, Gedächtnis und Erinnerungsvermögen
  2. SwissVBS’ Erkenntnisse aus 15 Jahren Erfahrung im Bereich digitaler Schulungs- und Performance Support Lösungen
  3. der Beitrag eines zentralen Kunden von SwissVBS und ersten Anwenders von ECHO: GE

Lassen Sie uns die Wissenschaft hinter ECHO etwas genauer ansehen.

Die Vergessenskurve

Wir wissen, dass Lernende beinahe sofort etwa 70 Prozent des eben Gelernten vergessen. Der Rest wird mit der Zeit, obgleich langsamer, ebenfalls vergessen. Diese Vergessenskurve ist im geschäftlichen Lernumfeld, wie auch in anderen Situationen, Realität. Die zentrale Herausforderung Lernen heutzutage zu verbessern, ist einen Weg zu finden, das Vergessen zu unterbrechen. [1]

Hintergrund

Um gezielt gegen die Vergessenskurve vorzugehen, beruht ECHO auf sieben Designprinzipien, von denen jedes auf umfassender empirischer Forschung und wissenschaftlichen Studien basiert. Zusammen stellen diese Prinzipien die Grundphilosophie dar, welche die Entwicklung von ECHO maßgeblich beeinflusst hat. Das Produkt setzt wirksam mobile-, Cloud- und AI- Technologien ein, um wirkungsvoll das einsetzende Vergessen nach einem Schulungsprogramm zu bekämpfen.

Eine kurze Beschreibung der einzelnen Prinzipien finden sie unten. Das Buch “Make It Stick” enthält die grundlegenden Ideen dieser Prinzipien und liefert eine sehr verständliche Zusammenfassung der neuesten empirischen Erkenntnisse über anhaltendes Lernen und Erinnerungsvermögen.

Auf die wichtigsten wissenschaftlichen Studien, die die folgenden Prinzipien tragen, wird in den eckigen Klammern verwiesen. Quellenangaben befinden sich am Ende dieses Artikels.

Die empirischen Studien, die die wissenschaftliche Basis von ECHO bilden, gehören zur kognitiven Psychologie. Die kognitive Psychologie ist die wissenschaftliche Erforschung des Gehirns und der mentalen Funktionen, zu denen Lernen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen gehören. Psychologen der kognitiven Wissenschaft erforschen die Auswirkungen mentaler Prozesse auf das Verhalten. Viele Erkenntnisse der kognitiven Psychologie wurden in anderen modernen Disziplinen integriert, darunter auch in der pädagogischen Psychologie.

Design Prinzipien

Prinzip 1: Abfragen stoppen das Vergessen

Das Abfragen von Informationen aus dem Gedächtnis stärkt nicht nur das neuronale Netz, sondern bildet auch neue Verbindungen, die es einfacher machen sich in Zukunft an Wissen zu erinnern. Aktives Abfragen ist einer der effektivsten Wege das Gelernte dann abrufen zu können, wenn es gebraucht wird. [3][4][5]

Prinzip 2: Abfragen sind besser als Wiedererlernen

Das Wiedererlernen ist nicht so effektiv wie das Abfragen. Drei wichtige Argumente sprechen gegen das Wiedererlernen. Es ist sehr zeitaufwendig, führt zu keinem langanhaltendem Wissen und enthält einen unabsichtlichen Selbstbetrug, da man durch die steigende Vertrautheit mit dem Text meint den Inhalt zu können (Geläufigkeit wird mit Lernen verwechselt). Die Anzahl der Stunden, die damit verbracht werden etwas nochmals zu lesen, ist kein Maß für das Beherrschen des Inhaltes. [2]

Lernende, deren Hauptschwerpunkt auf dem mehrfachen Lesen liegt, aber nicht auf dem Selbsttesten und Abfragen, zeigen ein übermäßiges Vertrauen in ihr Können. Lernende, die mit Abfragen lernen haben jedoch einen doppelten Vorteil gegenüber denen, die es nicht tun: Sie haben ein genaueres Verständnis von dem was sie können und nicht können und einen stärkeren Lerneffekt durch mehrfaches Abfragen. [18][19]

Prinzip 3: Kurze Abfragen sind besser als große Lerneinheiten

Große Lerneinheiten (vollgestopft mit Informationen) führen zu befristetem Erinnerungsvermögen und schnellerem Vergessen im Vergleich zu Abfragen. Der Erfolg durch große Lerneinheiten ist vergänglich und verschwindet schnell. [10][11][12]

Prinzip 4: Abfragen sollten aufwendig sein

Wenn Lernen anstrengend ist, wird Wissen besser gefestigt und hält länger an. Wo mehr kognitive Anstrengung für Abfragen gefordert ist, ist das Erinnerungsvermögen besser. Selbst eine kleine Abfrage kann schon große Verbesserungen des Erinnerungsvermögens hervorrufen. Je mehr Abfragen durchgeführt werden, desto mehr Erfolge erzielt man beim Lernen. [16][17][18][20][21][22][23]

Die schnellen Erfolge durch große Lerneinheiten sind oft sehr offensichtlich, das schnelle Vergessen danach jedoch häufig nicht. Übungen, die in zeitlichen Abständen erfolgen und abwechslungsreich sind, sowie durch weiteres Lernen unterstützt werden, führen zu besserem Beherrschen des Stoffes, längerem Erinnerungsvermögen und mehr Vielseitigkeit. Diese Vorteile haben jedoch einen Preis: wenn das Üben in zeitlichen Abständen erfolgt, unterstützt wird durch andere Lernmethoden und abwechslungsreich ist, dann fordert es mehr kognitiven Aufwand. Lernende bemerken den zunehmenden Aufwand, jedoch nicht unbedingt die resultierenden Vorteile. Lernen fühlt sich langsamer an und die Lernenden sehen nicht die schnellen Verbesserungen oder Bestätigungen, die sie von großen Lerneinheiten gewohnt sind. Lernprogramme, welche die Lernenden auf diese Folgen aufmerksam machen, sind sehr viel effektiver.

Prinzip 5: Abfragen müssen in zeitlichen Abständen erfolgen

Mehrere Lerneinheiten mit Abfragen sind generell besser als nur ein Durchgang, besonders wenn die Abfragen in zeitlichen Abständen erfolgen. [6][7]

Damit Abfragen am effektivsten sind, muss der Lerninhalt in zeitlichen Abständen wiederholt werden, damit das Erinnern mehr kognitiven Aufwand als nur stures Auswendiglernen erfordert. [4][5][9]

Wenn Abfragen in zeitlichen Abständen erfolgen und in kleine Einheiten unterteilt sind (und somit ein Vergessen zwischen den Tests erlaubt), führt das zu stärkerem Langzeit-Erinnerungsvermögen, als bei großen Lerneinheiten. [8][24][25]

Wie groß sollte der Abstand zwischen den einzelnen Abfragen sein? Groß genug, damit das Üben keine sinnlose Wiederholung wird. Oder in anderen Worten, groß genug damit ein bisschen Vergessen stattfinden kann. Zwischen den einzelnen Übungen etwas wieder zu vergessen, kann etwas Gutes sein, wenn es zu mehr Anstrengung während den Übungen führt. Wenn man jedoch zu lange wartet, dann wird zu viel vergessen und das Abfragen besteht nur noch aus Wiedererlernen des Stoffes. Pausen zwischen den Abfragen erlauben dem Gehirn das Gelernte zu festigen. Schlaf spielt dabei auch eine sehr wichtige Rolle. Ein Abstand von mindestens einem Tag zwischen den Übungen wird daher als ideal erachtet.

Prinzip 6: Verspätetes Feedback ist effektiver

Feedback nach falschen Antworten stärkt das Erinnerungsvermögen mehr als das Abfragen alleine. [13][14][15]

Verspätetes Feedback führt zu besserem Langzeit-Lernen als sofortiges Feedback. [13][14][15]

Prinzip 7: Abfragen müssen miteinander verzahnt sein

Das Kombinieren von zwei oder mehreren Themen oder Fähigkeiten in einer Übung ist eine sehr wirksame Alternative zu großen Lerneinheiten. Durch die Kombination von zwei oder mehreren Themen innerhalb einer Übung, wird eine Art Abstand erzeugt und bringt Lernende dazu mehr Aufwand einzusetzen. Das Lernen von kombinierten Übungseinheiten fühlt sich langsamer an als bei großen Lerneinheiten. Lehrer wie Lernende spüren diesen Unterschied. Lernende bemerken eine verlangsamte Auffassungsgabe von jedem Konzept. Die Langzeit-Vorteile sind ihnen jedoch oft nicht ersichtlich. Sie mögen es sogar verwirrend finden: Gerade wenn sie den neuen Stoff beginnen zu verstehen, jedoch noch nicht absolut sicher sind, sollen sie schon wieder das Thema wechseln. Lehrer mögen es sogar meiden, da es zu schleppend erscheint. Forschungen zeigen jedoch eindeutig, dass Beherrschung des Themas und Langzeit-Erinnerungsvermögen um einiges besser sind, wenn die Aufgaben kombiniert sind anstatt angehäuft. [26]

 


 

Verweise zur Empirischen Forschung